Dank seiner zentralen Lage und dem vielseitigen Angebot für die Wienerinnen und Wiener zählt der Donaukanal heute zu den wichtigsten, neu erschlossenen urbanen Räumen mitten in Wien. Hier treffen am Wasser moderne Architektur und Weltkulturerbe, Freizeit und Wirtschaftsleben, pulsierende Kulturszene und Ruhe unmittelbar aufeinander. Eine Reihe von Projekten hat zur Belebung beigetragen. Diese positive Entwicklung soll fortgesetzt und der Donaukanal als wichtiger Freizeit- und Naherholungsraum weiter entwickelt werden. Gleichzeitig soll der Donaukanal aber auch als eine wichtige Rad- und Fußwegeverbindung durch die Stadt positioniert werden.
Um eine geordnete Entwicklung zu gewährleisten, wurde unter Einbeziehung der Bevölkerung ein Masterplan ausgearbeitet. Bei der Erstellung des Masterplans wird auf die gesamtstädtische Bedeutung des Donaukanals, seine Vielfalt und regionalen Besonderheiten besonders sorgsam geachtet. Den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bevölkerung wird planerisch entsprochen. Planungsstadtrat Schicker betont: “Besonders wichtig ist dabei, die Bedürfnisse der Bevölkerung nach Erholung und vielfältigen Freizeitangeboten zu berücksichtigen. Aber: Erholung und Freizeit dürfen am Donaukanal keinem Konsumzwang unterliegen. Mir liegt deshalb die Festlegung von Zonen besonders am Herzen, die für verschiedenste Aktivitäten flexibel genutzt werden können.” Die Betrachtung von ökologischen Gesichtspunkten rundet den Masterplan ab. Denn Veränderungen am Donaukanal sollen allen etwas bringen: Der Stadt, der Natur und besonders all Jenen, die sich am Donaukanal gerne aufhalten.
Leitsätze für positive Entwicklung
11 Grundsätze sollen garantieren, dass der Donaukanal als wertvoller Lebens-, Freizeit- und Naherholungsraum erhalten bleibt. Zentrale Prämissen sind:
Aktuelle Maßnahmen und Projekte
Im Masterplan werden eine Fülle von Maßnahmen vorgeschlagen, die zu einer weiteren positiven Entwicklung des Donaukanals beitragen. Einige davon sind bereits in Umsetzung oder können kurzfristig realisiert werden:
Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes wird derzeit die passende Variante einer Radfahrer- und Fußgeherbrücke über den Wienfluss gesucht. Dabei sollen die Ufer des Wienflusses direkt, ohne den Umweg über die Rampen zur Radetzkybrücke, miteinander verbunden werden.
Das im „Bereich Mitte“ umgesetzte Beleuchtungskonzept Donaukanal kann zwischen der Kaiserbadschleuse und der U4 Station Rossauer Lände (1., 9., Bezirk) weitergeführt werden. So können die hohen Standards an Gestaltung und Sicherheit gewährleistet werden.
Künftig wird ein bedarfsorientiertes Bootstaxi die Highlights am Donaukanal verbinden. Als erster Schritt wird ab Juni 2010 eine Verbindung der Wiener City mit den Nußdorfer Heurigen in Betrieb genommen. Weitere Ein- und Ausstiegspunkte sollen folgen.
Sehr erfreulich sind auch die Initiativen im Bereich der Spittelau, wo im Zuge der Errichtung der Park & Ride Anlage ein neues Lokal, ein Bike-Shop und neue Sportmöglichkeiten (Asphaltstockbahn und Kletterwand) sowie ein neuer Spielplatz entstanden sind. Die 21 m hohe Kletterwand und der Bouldererbereich wurde heute von Stadtrat und Präsident der Naturfreunde Wien, Rudi Schicker eröffnet. Die Spittelau entwickelt sich damit zu einem neuen und attraktiven Treffpunkt am Kanal.
Informationen unter www.donaukanal.wien.at