mehr infos »

"Die Statistiken bestätigen leider immer wieder, dass die Lohnschere zwischen Frauen und Männern nur geringfügig weniger wird. Deswegen brauchen wir dringend wirksame Maßnahmen, um Einkommensgerechtigkeit herzustellen", so die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger in Reaktion auf die heutige Veröffentlichung der Lohnsteuerstatistik.
"Mit dem Beschluss ab 2012 einen Einkommensbericht der Bediensteten der Gemeinde Wien zu veröffentlichen, hat die Stadt sich zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung entschlossen. Für Transparenz bei den Einkommen zu sorgen, bedeutet Benachteiligungen sichtbar zu machen. Wien ist damit wieder einmal Vorbild bei Geschlechtergerechtigkeit und der Schließung der Lohnschere ein Stück näher", so Frauenberger.
"Um eine wirkliche ökonomische Gleichstellung von Frauen und Männern herzustellen, braucht es aber mehr: Die Haushalts- und Kinderbetreuungsarbeit muss unter den Geschlechtern besser verteilt werden - "Halbe/Halbe" ist kein verstaubtes Konzept, sondern Gebot der Stunde. Insofern begrüße ich auch den Vorstoß der Arbeiterkammer und der Industriellenvereinigung die Bundesmittel zum Ausbau und der Verbesserung von Kinderbetreuungsangeboten zu erhöhen. Denn der Staat muss garantieren, dass Eltern und insbesondere Frauen nicht mit der Verantwortung der Kinderbetreuung alleine gelassen werden," so Frauenberger abschließend.