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Wien arbeitet konsequent am weiteren Ausbau der Neuen Mittelschule und des Angebots an ganztägigen Schulformen", erklärt der Vorsitzende des Bildungssausschusses SP-Gemeinderat Heinz Vettermann heute im Rahmen der Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat.
"In Wien haben wir etwa 50 Prozent AHS und 50% Hauptschulen. Daher arbeiten wir auch ganz bewusst am Wiener Modell der Neuen Mittelschule, die gezielt auf die Wiener Bedürfnisse ausgerichtet ist", betonte Vettermann.
Das Wiener Modell zeichnet sich durch eine gemeinsamen Klassenverband aus, der jedoch eine innere Differenzierung aufweise. "Während es bisher in den Unterstufen der AHS völlig undifferenzierten Unterricht gab, nimmt die Neue Mittelschule auf individuelle Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler Rücksicht. Durch Lernblöcke werden Schwächere gefördert und Stärkere gefordert. Dementsprechend gut sind die bisher gemachten Erfahrungen und die Akzeptanz durch die Wiener Eltern - die sieben AHS-Standorte in Wien, die bereits auf die Neue Mittelschule umgestellt sind, sind völlig überlaufen", informiert der Gemeinderat.
Es braucht eine Neuorganisation des Schulsystems
Gemeinderat Mag. Jürgen Wutzlhofer ergänzte: "Es braucht eine Neuorganisation des Schulsystems, die dafür sorgt, dass das gesellschaftliche Wissen verbreitet und vermehrt wird und in dem alle Kinder Rahmenbedingungen vorfinden, in denen sie selbstbestimmt und mit Freude lernen können."
Immer wieder verwende die ÖVP im Zusammenhang mit der Neuen Wiener Mittelschule die gleichen Scheinargumente, bedauert Wutzlhofer: "Ständig ist da von Gleichmacherei die Rede. Das zeigt, dass die ÖVP das Prinzip der gemeinsamen Schule nicht verstanden hat. Das Prinzip der Wiener Mittelschule heißt Individualisierung. Es geht darum, dass alle Kinder bessere Rahmenbedingungen vorfinden, um selbstbestimmt nach ihren Begabungen zu lernen."
"Uns geht es darum, Köpfe zu fördern, nicht Ellbogen. Dafür braucht es die passenden Rahmenbedingungen. Deswegen beginnt die Förderung in Wien schon im Kindergarten", stellt Wutzlhofer klar.
Wien setzt auf den Ausbau der Ganztagsschulen
"Aktuell gibt es in Wien 32 echte Ganztagsschulen, heuer kommen fünf dazu und im Jahr 2012 weitere sieben. Ganztägige Schulformen bieten die Abwechslung aus Lern- und Freizeitphasen und verhindern, dass die Kinder den gesamten Lernstoff ausschließlich am Vormittag lernen müssen", so Vettermann.
"Eine Politik, die die Zukunft im Blick hat, hat immer auch die Bildung im Blick. Alles andere schaut ganz schön alt aus," schloss Wuzelhofer.
Link: Wiener Bildungsschwerpunkt 2011